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Das geheimnisvolle Auftauchen der sogenannten Galenischen Schlußfigur im Mittelalter

Das geheimnisvolle Auftauchen der sogenannten Galenischen Schlußfigur im Mittelalter Das geheimnisvolle Auftauchen der sogenannten Galenischen Schlu8tigur im Mittelalter ADOLFLUMPE/AUGSBURG 1. Einleitung Aristoteles hat in seiner Ersten Analytik drei Figuren des einfachen kategori­ schen Syllogismus angenommen, deren Unterschied auf der verschiedenen Stellung des Mittelbegriffs in den Vordersatzen beruht. In der ersten Figur ist der Mittelbegriff in einem Vordersatz Subjekt und in dem anderen Pradikat, in der zweiten Figur ist er in beiden Vordersatzen Pradikat und in der dritten in beiden Vordersatzen Subjekt. Bei den SchluBweisen, in denen der Mittelbegriff in einem Vordersatz Subjekt und in dem anderen Pradikat ist, ging er davon aus, daB bei diesen Modi die Pramisse, in welcher der Mittelbegriff Subjekt ist, stets als Obersatz und die andere stets als Untersatz anzusetzen sei. So erschien ihm die Aufstellung einer vierten SchluBfigur, in welcher der Mittelbegriff im Untersatz Subjekt ist, iiberfliissig. Mithin nahm Ari­ Obersatz Pradikat und im stoteles nur jene drei SchluBfiguren an, die wir als die "aristotelischen SchluB­ figuren" bezeichnen und die, wenn wir den Oberbegriff, der im SchluBsatz Pradikat ist, mit P und den Unterbegriff, der im SchluBsatz Subjekt ist, mit S bezeichnen (was Aristoteles natiirlich noch nicht tat), folgende Strukturen aufweisen: I. Figur: MP, SM: SP; II. Figur: PM, SM: SP; III. Figur: http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Annuarium Historiae Conciliorum Brill

Das geheimnisvolle Auftauchen der sogenannten Galenischen Schlußfigur im Mittelalter

Annuarium Historiae Conciliorum , Volume 27-28 (1): 11 – Feb 16, 1995

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0003-5157
eISSN
2589-0433
DOI
10.30965/25890433-02702801013
Publisher site
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Abstract

Das geheimnisvolle Auftauchen der sogenannten Galenischen Schlu8tigur im Mittelalter ADOLFLUMPE/AUGSBURG 1. Einleitung Aristoteles hat in seiner Ersten Analytik drei Figuren des einfachen kategori­ schen Syllogismus angenommen, deren Unterschied auf der verschiedenen Stellung des Mittelbegriffs in den Vordersatzen beruht. In der ersten Figur ist der Mittelbegriff in einem Vordersatz Subjekt und in dem anderen Pradikat, in der zweiten Figur ist er in beiden Vordersatzen Pradikat und in der dritten in beiden Vordersatzen Subjekt. Bei den SchluBweisen, in denen der Mittelbegriff in einem Vordersatz Subjekt und in dem anderen Pradikat ist, ging er davon aus, daB bei diesen Modi die Pramisse, in welcher der Mittelbegriff Subjekt ist, stets als Obersatz und die andere stets als Untersatz anzusetzen sei. So erschien ihm die Aufstellung einer vierten SchluBfigur, in welcher der Mittelbegriff im Untersatz Subjekt ist, iiberfliissig. Mithin nahm Ari­ Obersatz Pradikat und im stoteles nur jene drei SchluBfiguren an, die wir als die "aristotelischen SchluB­ figuren" bezeichnen und die, wenn wir den Oberbegriff, der im SchluBsatz Pradikat ist, mit P und den Unterbegriff, der im SchluBsatz Subjekt ist, mit S bezeichnen (was Aristoteles natiirlich noch nicht tat), folgende Strukturen aufweisen: I. Figur: MP, SM: SP; II. Figur: PM, SM: SP; III. Figur:

Journal

Annuarium Historiae ConciliorumBrill

Published: Feb 16, 1995

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