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Daniel Marguerat, Les Actes des Apôtres (13–28) (CNT Vb), Genève (Labor et fides) 2015, 394 S., kart. EUR 45,–; ISBN 978-2-8309-1568-6.

Daniel Marguerat, Les Actes des Apôtres (13–28) (CNT Vb), Genève (Labor et fides) 2015, 394 S.,... 268 Umschau und Kritik den wird und sich erst im weiteren Verlauf als universale Verheißung entpuppt. Die Nachwahl des Matthias ist ein Missverständnis der Apostel, während Pau- lus durch die Erzählkunst in einen apostolischen Status erhoben wird, was nicht ausschließt, dass die Miletrede (Apg 20,17–38) als komödienhafte Szene die Selbst- bezogenheit des Paulus karikiert. Diese Auswahl mag für das Ganze stehen. Man weiß nicht recht, worauf B. hinauswill: Geht es um die kulturelle Enzyklopädie der intendierten Leser? Wie rechtfertigt sich in diesem Fall die Auswahl zeitlich und kulturell entfernter Belege? Relevante Intertexte entnimmt der Vf. (mit D. R. MacDonald und M. P. Bonz) vornehmlich dem Epos, aber die triftige Aus- einandersetzung mit der Annahme epischer Intertextualität (etwa bei M. Mitchell und St. Krauter) ist ihm offenkundig entgangen. Die Erschließung der Komik in Apg verfolgt gewiss eine richtige Spur, aber ohne diachrone Besinnung auf das Phänomen des Humors werden die Leseeindrücke beliebig (wie das Beispiel der Miletrede schlagend belegt). Zu der kurzschlüssigen Lektüreweise treten handwerkliche Mängel: Die Ver- mischung von direkter und indirekter Rede in Apg 1,4 scheint dem Vf. zur Histo- riographie nicht zu passen und mutet ihn „traumähnlich“ an. Ein schlichter Blick in eine Grammatik (etwa BDR § http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biblische Zeitschrift Brill

Daniel Marguerat, Les Actes des Apôtres (13–28) (CNT Vb), Genève (Labor et fides) 2015, 394 S., kart. EUR 45,–; ISBN 978-2-8309-1568-6.

Biblische Zeitschrift , Volume 61 (2): 3 – Aug 21, 2017

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0006-2014
eISSN
2589-0468
DOI
10.30965/25890468-06102013
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Abstract

268 Umschau und Kritik den wird und sich erst im weiteren Verlauf als universale Verheißung entpuppt. Die Nachwahl des Matthias ist ein Missverständnis der Apostel, während Pau- lus durch die Erzählkunst in einen apostolischen Status erhoben wird, was nicht ausschließt, dass die Miletrede (Apg 20,17–38) als komödienhafte Szene die Selbst- bezogenheit des Paulus karikiert. Diese Auswahl mag für das Ganze stehen. Man weiß nicht recht, worauf B. hinauswill: Geht es um die kulturelle Enzyklopädie der intendierten Leser? Wie rechtfertigt sich in diesem Fall die Auswahl zeitlich und kulturell entfernter Belege? Relevante Intertexte entnimmt der Vf. (mit D. R. MacDonald und M. P. Bonz) vornehmlich dem Epos, aber die triftige Aus- einandersetzung mit der Annahme epischer Intertextualität (etwa bei M. Mitchell und St. Krauter) ist ihm offenkundig entgangen. Die Erschließung der Komik in Apg verfolgt gewiss eine richtige Spur, aber ohne diachrone Besinnung auf das Phänomen des Humors werden die Leseeindrücke beliebig (wie das Beispiel der Miletrede schlagend belegt). Zu der kurzschlüssigen Lektüreweise treten handwerkliche Mängel: Die Ver- mischung von direkter und indirekter Rede in Apg 1,4 scheint dem Vf. zur Histo- riographie nicht zu passen und mutet ihn „traumähnlich“ an. Ein schlichter Blick in eine Grammatik (etwa BDR §

Journal

Biblische ZeitschriftBrill

Published: Aug 21, 2017

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