Comptes Rendus

Comptes Rendus COMPTES RENDUS HERBERT WAGNER, Studien zur allgemeinen Rechtslehre des Gaius, lus gentium und ius naturale in ihrem Verhaltnis zum ius civile. [Studia Amstelodamensia ad epigraphicam, ius antiquum et papyrologiam pertinentia, 15]. Terra, Zutphen 1978. XXIV+290 S. Erst 1978 konnte die 1960 in Berlin-Ost nach Schwierigkeiten angenommene philoso- phische Dissertation des Verfassers, der sich unterdessen durch Arbeiten zum römischen Pfandrecht1 große wissenschaftliche Verdienste erworben hat, veröffentlicht werden. Die Publikation erfolgte in Holland, J.A. Ankum hat sich dankenswert für sie eingesetzt. Das Thema der Arbeit ist vieldiskutiert, keine Vorlesung für Anfänger kann an ihm vorbei. Umso erfreulicher ist, daß es Wagner gelungen ist, viele neue Aspekte zu erschließen. Die Entstehung der Arbeit in der DDR ist daran nicht unbeteiligt. Zum einen resultiert hieraus eine verstärkte Berücksichtigung der osteuropäischen, vor allem der russischen Literatur, die von allzu vielen westlichen Lesern ignoriert oder unterschätzt wird. Vor allem aber war der Verfasser durch die dogmatische Befangenheit des Wissenschaftsbetriebs der DDR genötigt, die Frage nach den ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen der Entwicklung der Lehre vom ius gentium zu stellen. Herbert Wagner, dem alle ideologische Befangenheit schon immer abging, ist dieser Frage mit allem wissenschaftlichem Ernst nachgegangen und hat in einem sehr flüssig geschriebenen Einleitungsteil http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png The Legal History Review / Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du Droit Brill

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Publisher
Brill
Copyright
© 1981 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0040-7585
eISSN
1571-8190
D.O.I.
10.1163/157181981X00108
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Abstract

COMPTES RENDUS HERBERT WAGNER, Studien zur allgemeinen Rechtslehre des Gaius, lus gentium und ius naturale in ihrem Verhaltnis zum ius civile. [Studia Amstelodamensia ad epigraphicam, ius antiquum et papyrologiam pertinentia, 15]. Terra, Zutphen 1978. XXIV+290 S. Erst 1978 konnte die 1960 in Berlin-Ost nach Schwierigkeiten angenommene philoso- phische Dissertation des Verfassers, der sich unterdessen durch Arbeiten zum römischen Pfandrecht1 große wissenschaftliche Verdienste erworben hat, veröffentlicht werden. Die Publikation erfolgte in Holland, J.A. Ankum hat sich dankenswert für sie eingesetzt. Das Thema der Arbeit ist vieldiskutiert, keine Vorlesung für Anfänger kann an ihm vorbei. Umso erfreulicher ist, daß es Wagner gelungen ist, viele neue Aspekte zu erschließen. Die Entstehung der Arbeit in der DDR ist daran nicht unbeteiligt. Zum einen resultiert hieraus eine verstärkte Berücksichtigung der osteuropäischen, vor allem der russischen Literatur, die von allzu vielen westlichen Lesern ignoriert oder unterschätzt wird. Vor allem aber war der Verfasser durch die dogmatische Befangenheit des Wissenschaftsbetriebs der DDR genötigt, die Frage nach den ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen der Entwicklung der Lehre vom ius gentium zu stellen. Herbert Wagner, dem alle ideologische Befangenheit schon immer abging, ist dieser Frage mit allem wissenschaftlichem Ernst nachgegangen und hat in einem sehr flüssig geschriebenen Einleitungsteil

Journal

The Legal History Review / Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du DroitBrill

Published: Jan 1, 1981

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