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Brigitte Falkenburg: Kants Kosmologie – die wissenschaftliche Revolution der Naturphilosophie im 18. Jahrhundert

Brigitte Falkenburg: Kants Kosmologie – die wissenschaftliche Revolution der Naturphilosophie im... Brigitte Falkenburg: Kants Kosmologie – die wissenschaftliche Revolution der Naturphilosophie im 18. Jahrhundert Frankfurt/Main: Klostermann 2000 Beim Anblick des bestirnten Himmels mag der Betrachter sich fragen, ob es denn da draußen immer so weitergehen könne, oder obda nicht irgendwo der Himmel zuende sein müsse. Das ist kein Wunder, denn tatsächlich ist es ja nicht leicht, sich das Unendliche vors geistige Auge zu stellen. Doch wenn er so weit gedacht hat, mag er beginnen, sich zu fragen, ob denn der Himmel überhaupt irgendwo zuende sein könne. Auch das ist kein Wunder, denn man kann sich ebenso schlecht eine Grenze vors geistige Auge stellen, die nicht auch nach hinten irgendetwas begrenzt. Doch ist das in der Sache ein Problem? Warum soll der bestirnte Himmel nicht der Sache nach unendlich sein, auch wenn man sich das Unendliche nicht vors geistige Auge stellen kann? Spätestens die Mathematik des Unend- lichen seit Cantor zeigt, dass das Unendliche so unfassbar nicht ist, wie man zunächst meinen mag, selbst wenn es unanschaulich ist. Andererseits: warum sollte der bestirnte Himmel nicht ebensogut der Sache nach in gewisser Weise endlich sein können? Auch wenn eine Grenze im dreidimensionalen Raum, die nach hinten nichts begrenzt, nicht vorstellbar sein mag, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

Brigitte Falkenburg: Kants Kosmologie – die wissenschaftliche Revolution der Naturphilosophie im 18. Jahrhundert

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00501013
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Abstract

Brigitte Falkenburg: Kants Kosmologie – die wissenschaftliche Revolution der Naturphilosophie im 18. Jahrhundert Frankfurt/Main: Klostermann 2000 Beim Anblick des bestirnten Himmels mag der Betrachter sich fragen, ob es denn da draußen immer so weitergehen könne, oder obda nicht irgendwo der Himmel zuende sein müsse. Das ist kein Wunder, denn tatsächlich ist es ja nicht leicht, sich das Unendliche vors geistige Auge zu stellen. Doch wenn er so weit gedacht hat, mag er beginnen, sich zu fragen, ob denn der Himmel überhaupt irgendwo zuende sein könne. Auch das ist kein Wunder, denn man kann sich ebenso schlecht eine Grenze vors geistige Auge stellen, die nicht auch nach hinten irgendetwas begrenzt. Doch ist das in der Sache ein Problem? Warum soll der bestirnte Himmel nicht der Sache nach unendlich sein, auch wenn man sich das Unendliche nicht vors geistige Auge stellen kann? Spätestens die Mathematik des Unend- lichen seit Cantor zeigt, dass das Unendliche so unfassbar nicht ist, wie man zunächst meinen mag, selbst wenn es unanschaulich ist. Andererseits: warum sollte der bestirnte Himmel nicht ebensogut der Sache nach in gewisser Weise endlich sein können? Auch wenn eine Grenze im dreidimensionalen Raum, die nach hinten nichts begrenzt, nicht vorstellbar sein mag,

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2002

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