Über das römische Recht hinaus, Beiträge zum Zivilrecht

Über das römische Recht hinaus, Beiträge zum Zivilrecht COMPTES RENDUS 249 B. K UPISCH , Über das römische Recht hinaus, Beiträge zum Zivilrecht (Mit einem Verzeichnis sämtlicher Veröffentlichungen), hrsg. von W. Krüger und M.J. Scher- maier. Müller, Heidelberg [2002]. VII + 356 S. Wie die Herausgeber schon im Vorwort erwähnen, läßt sich an diesem Buch gut zeigen, wie eine Gesinnung geschult durch das fallbezogene römische Recht, immer noch zu neuen Ergebnissen führen kann, auch in oft erörterten Fragen des modernen Rechts. Das hat gelegentlich eine Vereinfachung der allzu ausgesponnenen Dogmatik zu Folge. Der sorg- fältig gestaltete Band enthält Aufsätze, die zuvor meist in Festschriften und zivilrechtlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Es handelt sich um die folgenden Aufsätze: Konstruk- tionsprobleme der Wandlung im BGB (dieser Aufsatz enthält einen nützlichen Überblick über die komplizierten Theorien, die sich in der deutschen Zivilrechtswissenschaft anhand der römischen actio redhibitoria entwickelt haben); Durchgangserwerb oder Direkterwerb? Eine verfehlte Fragestellung; Auflassungsvormerk und guter Glaube, Ein Analogieproblem (hier behandelt Kupisch Probleme der gewollten, aber noch nicht volzogenen Übertragung dinglicher Rechte an Grundstücken gemäß § 883 BGB); Bankanweisung und Bereiche- rungsausgleich – zugleich Besprechung des BGH-Urteils vom 20.6.1977; Einheitliche Voraussetzungen des Bereicherungsanspruchs – ein Mißgriff des Gesetzgebers?; Franz v. Zeiller und die ‘Eingriffskondiktion’ des § 1041 ABGB; Leistungskondiktion bei Zweck- verfehlung, Zum causa-Problem im Zivilrecht; Zum Rechtsgrund i.S. des § 812 BGB bei Erfüllung, Eine rechtsdogmatische und rechtsgeschichtliche Untersuchung; Der BGH und die Lehre vom subjektiven Rechtsgrund; Eine Moselinsel, Kaiser Napoleon und das römische Recht – zugleich zu BGH, Urteil v. 25.10.1984 – III ZR 131/83 = BGHZ 92, 326; Befreiungswert und Verfügungswert, Zur Rechtsfolge des § 816 Abs. 1 Satz 1 BGB; Rechtspositivismus im Bereicherungsrecht; Die Bankgarantie auf erstes Anfordern im Dickicht des modernen Bereicherungsrechts – zum ungerechtfertigen Vorteil des Garantie- nehmers? Vom dogmatischen Nutzen einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise für das Dreipersonenverhältnis; Der Gedanke des ‘als ob’; Zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei der Anweisung, romanistisch und zivilistisch. Einen Schwerpunkt in diesem Band bildet das Bereicherungsrecht. Auffallend und sehr interessant ist es, wie der Verfasser, ein Liebhaber der verfeinten zivilrechtlichen Dogmatik, sich mit der althergebrachten Fiktionstheorie (sowohl im ersten als im letzten Aufsatz) und mit den Beziehungen zwischen Recht und Wirtschaft auseinandersetzt. Auch in den neuesten Arbeiten von Bertold Kupisch (z.B. in dieser Zeitschrift 70 (2002), 21–54) ist letzteres spürbar. Ein vollständiges Schriftenverzeichnis schließt das Buch ab. Rotterdam Laurens Winkel http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png The Legal History Review / Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du Droit Brill

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Brill
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Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
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0040-7585
eISSN
1571-8190
D.O.I.
10.1163/157181903100362661
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Abstract

COMPTES RENDUS 249 B. K UPISCH , Über das römische Recht hinaus, Beiträge zum Zivilrecht (Mit einem Verzeichnis sämtlicher Veröffentlichungen), hrsg. von W. Krüger und M.J. Scher- maier. Müller, Heidelberg [2002]. VII + 356 S. Wie die Herausgeber schon im Vorwort erwähnen, läßt sich an diesem Buch gut zeigen, wie eine Gesinnung geschult durch das fallbezogene römische Recht, immer noch zu neuen Ergebnissen führen kann, auch in oft erörterten Fragen des modernen Rechts. Das hat gelegentlich eine Vereinfachung der allzu ausgesponnenen Dogmatik zu Folge. Der sorg- fältig gestaltete Band enthält Aufsätze, die zuvor meist in Festschriften und zivilrechtlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Es handelt sich um die folgenden Aufsätze: Konstruk- tionsprobleme der Wandlung im BGB (dieser Aufsatz enthält einen nützlichen Überblick über die komplizierten Theorien, die sich in der deutschen Zivilrechtswissenschaft anhand der römischen actio redhibitoria entwickelt haben); Durchgangserwerb oder Direkterwerb? Eine verfehlte Fragestellung; Auflassungsvormerk und guter Glaube, Ein Analogieproblem (hier behandelt Kupisch Probleme der gewollten, aber noch nicht volzogenen Übertragung dinglicher Rechte an Grundstücken gemäß § 883 BGB); Bankanweisung und Bereiche- rungsausgleich – zugleich Besprechung des BGH-Urteils vom 20.6.1977; Einheitliche Voraussetzungen des Bereicherungsanspruchs – ein Mißgriff des Gesetzgebers?; Franz v. Zeiller und die ‘Eingriffskondiktion’ des § 1041 ABGB; Leistungskondiktion bei Zweck- verfehlung, Zum causa-Problem im Zivilrecht; Zum Rechtsgrund i.S. des § 812 BGB bei Erfüllung, Eine rechtsdogmatische und rechtsgeschichtliche Untersuchung; Der BGH und die Lehre vom subjektiven Rechtsgrund; Eine Moselinsel, Kaiser Napoleon und das römische Recht – zugleich zu BGH, Urteil v. 25.10.1984 – III ZR 131/83 = BGHZ 92, 326; Befreiungswert und Verfügungswert, Zur Rechtsfolge des § 816 Abs. 1 Satz 1 BGB; Rechtspositivismus im Bereicherungsrecht; Die Bankgarantie auf erstes Anfordern im Dickicht des modernen Bereicherungsrechts – zum ungerechtfertigen Vorteil des Garantie- nehmers? Vom dogmatischen Nutzen einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise für das Dreipersonenverhältnis; Der Gedanke des ‘als ob’; Zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei der Anweisung, romanistisch und zivilistisch. Einen Schwerpunkt in diesem Band bildet das Bereicherungsrecht. Auffallend und sehr interessant ist es, wie der Verfasser, ein Liebhaber der verfeinten zivilrechtlichen Dogmatik, sich mit der althergebrachten Fiktionstheorie (sowohl im ersten als im letzten Aufsatz) und mit den Beziehungen zwischen Recht und Wirtschaft auseinandersetzt. Auch in den neuesten Arbeiten von Bertold Kupisch (z.B. in dieser Zeitschrift 70 (2002), 21–54) ist letzteres spürbar. Ein vollständiges Schriftenverzeichnis schließt das Buch ab. Rotterdam Laurens Winkel

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The Legal History Review / Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du DroitBrill

Published: Jan 1, 2003

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