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Bemerkungen zur Rezension von Friedemann Buddensiek

Bemerkungen zur Rezension von Friedemann Buddensiek Bemerkungen zur Rezension von Friedemann Buddensiek Franz von Kutschera, Universität Regensburg Zu (1): Mehr als die Hälfte der Rezension von Friedemann Buddensiek befasst sich mit meinen Kriterien dafür, welche Ansichten man Platon selbst zuschreiben kann. Ich habe dafür natürlich keinen vollständigen Regelkanon, sondern betone wiederholt, dass solche Zuschreibungen problematisch sind, nicht nur, weil Pla- ton nicht im eigenen Namen spricht, sondern weil er den Leser oft absichtlich an der Nase herumführt. Ich betone allerdings, dass ein wichtiges Kriterium für die Zuschreibung die Wahrheit der Ansicht ist. Das ist weder neu – es ist einfach das principle of charity – noch problematisch. Wir interessieren uns für Platon ja, weil wir ihn für einen bedeutenden Philosophen halten; das ist er aber nur, wenn er auch bedeutende Einsichten gehabt hat. Ich betone jedoch auch, dass dieses Krite- rium weder eine hinreichende, noch eine notwendige Bedingung für Zuschreibun- gen ist. Dennoch treffe ich damit offenbar vielen, die über Platon schreiben, ins Mark ihrer Existenz, erkläre ich damit doch gründliche systematische Kenntnisse in Philosophie zur Voraussetzung kompetenter philosophiegeschichtlicher For- schung. Zu (2): B. verwechselt hier Erkenntnissubjekt und Erkenntnisart: Dass ein Subjekt Erkenntnisse verschiedener Arten und Gegenstandsbereiche haben kann, heißt nicht, dass sich ein und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00901011
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Abstract

Bemerkungen zur Rezension von Friedemann Buddensiek Franz von Kutschera, Universität Regensburg Zu (1): Mehr als die Hälfte der Rezension von Friedemann Buddensiek befasst sich mit meinen Kriterien dafür, welche Ansichten man Platon selbst zuschreiben kann. Ich habe dafür natürlich keinen vollständigen Regelkanon, sondern betone wiederholt, dass solche Zuschreibungen problematisch sind, nicht nur, weil Pla- ton nicht im eigenen Namen spricht, sondern weil er den Leser oft absichtlich an der Nase herumführt. Ich betone allerdings, dass ein wichtiges Kriterium für die Zuschreibung die Wahrheit der Ansicht ist. Das ist weder neu – es ist einfach das principle of charity – noch problematisch. Wir interessieren uns für Platon ja, weil wir ihn für einen bedeutenden Philosophen halten; das ist er aber nur, wenn er auch bedeutende Einsichten gehabt hat. Ich betone jedoch auch, dass dieses Krite- rium weder eine hinreichende, noch eine notwendige Bedingung für Zuschreibun- gen ist. Dennoch treffe ich damit offenbar vielen, die über Platon schreiben, ins Mark ihrer Existenz, erkläre ich damit doch gründliche systematische Kenntnisse in Philosophie zur Voraussetzung kompetenter philosophiegeschichtlicher For- schung. Zu (2): B. verwechselt hier Erkenntnissubjekt und Erkenntnisart: Dass ein Subjekt Erkenntnisse verschiedener Arten und Gegenstandsbereiche haben kann, heißt nicht, dass sich ein und

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2006

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