doi: 10.1002/jpln.19911540502pmid: N/A
In einem siebenwöchigen Gefäßversuch wurde der Einfluß der VA‐Mykorrhiza auf die P‐Aufnahme und die Wasserstreßtoleranz von Mais untersucht. Während der achttägigen Streßperiode nahmen die mykorrhizierten Pflanzen weniger Phosphat auf als die nichtmykorrhizierten Kontrollpflanzen. Nach dem Streß zeigten jedoch die mykorrhizierten Pflanzen während einer fünftägigen Erholungsphase mit normaler Wasserversorgung ein verstärktes Wurzelwachstum und eine wesentlich gesteigerte Phosphataufnahme. Die Prolingehalte der Blätter der mykorrhizierten Pflanzen lagen während der Streßphase z.T. deutlich unter denen der Kontrollpflanzen, was auf unterschiedliche Streßtoleranz hinweist.
doi: 10.1002/jpln.19911540503pmid: N/A
Unter Laborbedingungen wurde der Einfluß der Temperatur (10°C, 20°C bzw. 12‐stündiger Wechsel 5°–30°C, z.T. mit zusätzlichem 3‐tägigem Einfrieren) und der Bodenfeuchte (30% und 60% WKmax) bzw. einwöchiges Anfeuchten von (30% auf 60% WKmax) auf verschiedene mikrobielle Aktivitäten im Boden untersucht. Die biomasse‐bezogene, glucose‐induzierte Kurzzeit‐Atmung und die Dehydrogenaseaktivität (TTC‐Reduktion) waren bei 10°C meistens höher als bei 20°C. Wechseltemperaturen verursachten ‐ weitgehend unabhängig vom Einfrieren ‐ die geringsten Aktivitäten. Die Stickstoffmineralisierung einschließlich Nitrifikation wurde umgekehrt beeinflußt. Die zusätzlich untersuchte β‐Glucosidase‐, Arylsulfatase‐ und alkalische Phosphataseaktivität wiesen indessen keine starken Temperatureffekte auf. Der Einfluß der Bodenfeuchte war im sandigen Lehmboden gering; im lehmigen Sandboden war besonders die Dehydrogenaseaktivität unter trockeneren Bedingungen höher, der N‐Umsatz niedriger. Bedingungen, die ohne Substratzufuhr bereits zu einer verstärkten Mineralisierung führen, können offensichtlich auch zu einem Abbau der mikrobiellen Biomasse im Boden führen.
Kretschmann, Sabine; Peschke, Heinz
doi: 10.1002/jpln.19911540504pmid: N/A
Sechs Oberbodensubstrate aus langjährig differenziert gedüngten Parzellen von drei statischen Dauerversuchen wurden im Gefäßversuch drei Jahre mit Weidelgras bestellt und mit 15N‐hochmarkiertem Ammoniumsulfat gedüngt. Jeweils am Jahresende erfolgte die Einarbeitung der 15N‐angereicherten Erntemasse in den Boden. Mit Hilfe der 15N‐Tracertechnik wurden die Humus‐ und Stickstofffraktionen detailliert untersucht. Bereits nach dem ersten Versuchsjahr ließ sich in allen Fraktionen eine 15N‐Akkumulation nachweisen. In den Sandböden reicherten sich vorrangig leicht lösliche Verbindungen mit 15N an, in den Schwarzerdeböden kam es dagegen zu einer Zunahme des Isotops in resistenteren Fraktionen.
Richter, Dietmar; Kerschberger, Manfred
doi: 10.1002/jpln.19911540505pmid: N/A
Für die Eichung der Analysenwerte von Bodenuntersuchungen wurden langjährige Feldversuche mit gestaffelten P‐, K‐ und Mg‐Düngergaben durchgeführt. Die mehrjährige Dauer der Versuche führte zur Differenzierung der Nährstoffgehalte im Boden. Dies ermöglichte die Untersuchung der Wirkung der Düngung und des Nährstoffgehaltes auf den Ertrag. Es werden Auswertungsverfahren vorgeschlagen, um die Einflüsse von Düngung und Nährstoffgehalt des Bodens auf den Ertrag zu quantifizieren und Grenzwerte der Nährstoffgehalte des Bodens abzuleiten. Besonderer Wert wurde dabei auf die Abgrenzung der Versorgungsstufe 3 gelegt, da sie das Düngungsziel darstellt.
Marschner, Bernd; Renger, Manfred; Stahr, Karl
doi: 10.1002/jpln.19911540506pmid: N/A
In a 40 year old pine stand, soil solution was collected continuously with suction cups from 50 and 200 cm depth over a 42‐month period following the surface application of lime and K/Mg‐fertilizer. K and Mg showed a much higher mobility than Ca, which hardly increased in 200 cm depth even after 42 months. After an initial nitrate peak, concentrations decreased but remained elevated throughout the entire study period. In 200 cm, Al‐, Mn, and Cd‐concentrations increased due to exchange processes in the top‐soil. Continuously elevated sulfate concentrations in 200 cm indicate S‐mineralisation from humus decomposition.
Jorns, Axel C.; Hecht‐Buchholz, Charlotte; Wissemeier, Alexander H.
doi: 10.1002/jpln.19911540507pmid: N/A
The objective of this study was to examine whether aluminium (Al) induces callose formation in roots of Norway spruce as it does in soybean. Spruce seedlings were grown in Al‐free nutrient solution under controlled conditions in a growth chamber at pH 3.8. After 21 days 170 μM Al was added or not (controls) to the complete nutrient solution (molar Ca/Al ratio: 0.75). Callose could be detected in outer root‐tip cells of Al‐treated plants within 3 h, using fluorescence microscopy after staining with aniline blue. Prolonged Al treatment up to 24 h increased both the density of the callose deposits and the number of affected cell layers. Control plants showed no comparable callose deposits. Ultrastructural examinations showed cell‐wall appositions in Al‐treated root cells but not in controls. The possible implications of Al‐induced callose formation for nutrient and water uptake by roots are discussed.
Metwally, A. I.; Mashhady, A. S.; Modaihsh, A. S.; Reda, M.
doi: 10.1002/jpln.19911540508pmid: N/A
The apparent diffusion coefficients, Dp/b+ø, of Zn and ZnEDTA were linear functions of added Zn, and were related to the adsorption and fixation capacities of soils rather than their pH. Lower apparent diffusion coefficient values were found in an Haplustoll soil that had higher clay and humus contents inspite of its lower pH. At comparable rates of added Zn, the apparent diffusion of ZnEDTA was 930–1010 (Bakyria), 700–1330 (Dirab), and 730–1880 (Baha) times that of Zn in the soils. The adsorbed Zn per cm3 of soil/Zn per cm3 of the equilibrium solution at the water content existing in the diffusion experiment approximated the capacity factor and was determined by extrapolation. The self‐diffusion coefficient of Zn in Baha soil (5 × 10−7 cm2sec−1) of higher clay and water content was higher than in Bakyria or Dirab soil (2 × 10−7 cm2sec−1). These values were similar to the self‐diffusion coefficient of P in soils of similar texture at similar water content.
Türk, Thomas; Mahr, Alexander; Horn, Rainer
doi: 10.1002/jpln.19911540509pmid: N/A
Aggregate aus Löß und Ton wurden künstlich in homogenisierten Löß eingebettet. In den Aggregatzentren sowie im umgebenden Löß wurden im Verlauf von Be‐ und Entwässerungsvorgängen mit neu konstruierten Kleinsttensiometem die Saugspannungen gemessen. Die zeitliche und örtliche Dynamik der beobachteten hydraulischen Vorgänge unterstützt die Hypothese von mobileren Bereichen außerhalb der Aggregate sowie von immobileren in den Aggregaten. Die Beobachtung von Ungleichgewichten der Potentialverteilung in und um Aggregate gilt für Phasen mit rascher Veränderung des Fließgeschehens ebenso wie für die allmähliche Austrocknung des Substrates. Dieses Verhalten wurde auch dann beobachtet, wenn Unterschiede in den hydraulischen Leitfähigkeiten zwischen Aggregat und umgebendem Löß nicht meßbar waren. Als Ursache hierfür kommen daher auch hydraulische Barrieren durch Inhomogenitäten entlang den Aggregatoberflächen in Frage.
Mahr, Alexander; Türk, Thomas; Dobrowolski, Andrea; Horn, Rainer
doi: 10.1002/jpln.19911540510pmid: N/A
Anhand von wässrigen Lösungen aus verschiedenen Kompartimenten von Waldökosystemen, Eichlösungen und mit bekannten Zugaben versetzten Proben wurden mehrere Analysenverfahren für Nitrat, Sulfat und Chlorid in einem Ringversuch auf die Vergleichbarkeit ihrer Ergebnisse untersucht. Beteiligt waren Ionenchromatographen mit und ohne Suppressortechnik sowie Continuous‐Flow‐Analyzer. Eine Clusteranalyse ergab für Nitrat deutliche und für Sulfat bedingte Abhängigkeiten der Meßergebnisse von der Analysenmethodik. Bei der Nitrat‐Analytik weisen die IC‐Systeme bessere Nachweisgrenzen und höhere Wiederfindungsraten der Standards auf. Die mittlere Standardabweichung für alle getesteten Analysenverfahren wurde für den untersuchten Konzentrationsbereich als 15 % für Nitrat 10 % für Sulfat und 14 % für Chlorid berechnet. Diese Ergebnisse repräsentieren Streubreiten wie sie im analytischen Routinebetrieb der Laboratorien bei großen Probenmengen und der Notwendigkeit zur gleichzeitigen Bestimmung mehrerer Anionen auftreten können. Die Streuung der Meßergebnisse zeigte bei den untersuchten Anionen keine signifikante Abhängigkeit von der Konzentration gelösten organischen Kohlenstoffs in den Proben.
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