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LitStream Collection
doi: 10.1007/bf00576516pmid: N/A
ZusammenfassungAn Hand vonMessungen an quergeschnittenen menschlichen Embryonenserien (7–17 mm) wird nachgewiesen, daß es in der untersuchten Periode zu einer Linksschwenkung des thorakalen Aortensystems kommt. Hand in Hand damit geht wahrscheinlich auch eine nach links abfallende Neigung der Aortenscheitelebene.Die beschriebenen Veränderungen werden deutlich mit einer Länge von 13 mm und zeigen bis zu 17 mm (dem Ende des untersuchten Entwicklungsabschnittes) ein gleichmäßiges Fortschreiten.Als Ursache wird die zunehmende Umschlingung der Anfangsteile der arteriellen Strombahnen verantwortlich gemacht, wodurch es zu einer zwangsläufigen Bevorzugung der linken 4. und 6. Kiemenbogenarterie kommt. Für das rasche Fortschreiten der Aortenschwenkung ab 13 mm mag auch der endgültige Abschluß der Herzseptierung mitverantwortlich sein (Umwandlung einer teilweise turbulenten Blutströmung in eine hydrodynamisch wirkungsvollere rein laminare ?).Die Folge der Bevorzugung bestimmter Teile des Aortensystems sind streckenweise Rückbildungen und damit auch die definitive Ausgestaltung der großen herznahen Arterien.Bei abnormer, zu Anomalien und Mißbildungen führender Entwicklung spielen keine „invertierenden Gene“ oder „atavistischen Erinnerungen“ eine Rolle; sie erfolgt im Rahmen einer besonderen Konstellation der Wechselbeziehungen innerhalb des sich entwickelnden Organismus sowie zwischen ihm und seiner Umgebung.
doi: 10.1007/bf00576517pmid: N/A
ZusammenfassungAufgabe der vorliegenden experimentellen Untersuchungen war es, die früheren Mitteilungen des Verfassers (1951 a, b; 1952a, b) über das Verhalten derHaversschen Systeme bei Belastung zu vervollständigen und insbesondere die Beziehungen zwischen der Reaktion der Lamellen und ihrer Stellung im System zu analysieren, um so einen Einblick in die Mechanik und das funktionelle Zusammenwirken derHaversschen Systeme zu gewinnen.Die am Längsschliff biegungsbelasteter frischer Corticalisstäbchen aus der menschlichen Tibia mit dem Okularschraubenmikrometer sowie einer eigens entwickelten photographischen Vergleichsmethode („Achsenkreuzvergleich mit wandernder Querachse“) durchgeführten Auflichtuntersuchungen erbrachten ergänzende Beobachtungen über die wechselweise gegenseitige Beeinflussung der Speziallamellen, die Deformation derHaversschen Kanäle unter höherer Belastung und das mikroskopische Bruchgeschehen. Die tabellarische Auswertung der Befunde beweist erneut, daß zwischen den unter Belastung auftretenden Breitenänderungen derHaversschen Lamellen und ihrer Zugehörigkeit zu einem auf der Druck- oder Zugseite des Knochenprobestäbchens angeordneten System keine konkrete Beziehung besteht.Die Verteilung der Lamellenbreitenänderungen über den Osteonquerschnitt zeigt, daß sich die interlamellären Federungen, die als adäquater Reiz für das Perzeptionssystem der Knochenzellen den Auf- und Wiederabbau derHaversschen Systeme steuern, zwischen den relativ in Ruhe befindlichen Gefäßachsen und Kittflächen mit dem Maximum im mittleren Querschnittsdrittel abspielen; der Ausgleich von Restspannungen erfolgt vornehmlich über die brückenartigen Verbindungen der Osteone.Petersens „kryptinhomogenes Medium“ wird daher nicht erst durch den „Breccienbau“ des Gesamtknochens, sondern im Prinzip bereits an der oberen Grenze der Strukturen 2. Ordnung hergestellt. Dementsprechend sind auchGebhardts Modellversuche zu bewerten.Die aus den Belastungsversuchen für den Knochenfeinbau resultierenden allgemeinen funktionellen und histogenetischen Folgerungen werden an Hand der Literatur eingehend besprochen, wobei den Knochengefäßen — auch im Zusammenhang mit der Stoffwechselleistung des Knochens — besondere Beachtung zuteil wird. Verfasser kommt zu dem Ergebnis, daß der ständige Strukturwandel des menschlichen Röhrenknochens zwar von der mechanischen Beanspruchung mittelbar beeinflußt wird, für die Anpassungsvorgänge als solche aber letztlich nicht exogene sondern endogene Faktoren verantwortlich sind.
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