Über verschlußfähige BronchialarterienMerkel, Horst
doi: 10.1007/BF02593367pmid: N/A
1.
Es wird auf Grund von ausgedehnten histologischen Untersuchungen. au 39 menschlichen Lungen über Verteilung und histologische Struktur verschlußfähiger Bronchialarterien berichtet. Sie sind durch eine in den inneren Abschnitten der Media gelegene Längsmuskelschicht mit reichlicher Entwicklung von elastischem Gewebe ausgezeichnet. Sie ließ sich auf längere Strecken verfolgen und reichte bis in die Arteriolen.
2.
Es werden den beschriebenen Einrichtungen druckregulatorische Funktionen zugesprochen, die möglicherweise eine Bedeutung für die Kommunikation zwischen Bronchial- und Lungenkreislauf haben.
Über die Hämolyse roter BlutkörperchenGünther, Walter
doi: 10.1007/BF02593369pmid: N/A
Mittels Streptokokkenhämolysin und anderer Hämolytika wurde während des Ablaufes des Hämolysevorganges an den ersten Blutkörperchen das Auftreten einer Netzstruktur beobachtet, auf der zahlreiche Körnchen, die als Hämolysekörnchen bezeichnet werden, zum Vorschein kamen. Die Hämolysekörnchen weisen größtenteils eine Basophilie auf und bestehen aus Eiweiß, Fettsubstanzen und wahrscheinlich auch Hämoglobin. Der Hämolysevorgang wird als teilweise Entmischung der drei Komponenten des roten Blutkörperchens, des Proteingerüstes, der Fettsubstanzen und des Hämoglobins gedeutet.
Lipoideiweißkrystalle im interstitiellen Gewebe der NiereFresen, Otto
doi: 10.1007/BF02593371pmid: N/A
In den Nieren einer unter urämischen Symptomen bei einer in Schüben verlaufenden diffusen, vorzüglich intracapillären Glomerulonephritis mit mäßiger Arteriolosclerose verstorbenen 48 Jahre alten Frau fanden sich bei starkem nephrotischem Einschlag einfach- und doppelbrechende Fettstoffe in den Kapseldeckzellen, den proximalen Abschnitten der Tubuli und besonders eindrucksvoll im Interstitium vor allem der Rinde. Die interstitiellen, ausschließlich doppelbrechenden, krystallinen Ablagerungen bestehen neben einem histomorphologisch und analytisch deutlich nachweisbaren Eiweißanteil aus cholesterin- und reichlich phosphati lhaltigen Lipoiden. Der Vorgang der Ablagerung dieser Lipoideiweißkrystalle wurde im Sinne der glomerulären Filtration und tubulären Rückresorption gedeutet. Für einen Teil der periglomerulären Lipoideiweißmassen wird bei glomerulärem Verschluß die Möglichkeit einer direkten Ausscheidung in das Interstitium aus vor dem Glomerulus liegenden Capillaren erwogen. Die herabgesetzte Blutversorgung der Niere mit folgender Schädigung ihrer fermentativen Wirkungen und vermindertem Lymphfluß hat bei anhaltendem Angebot der Lipoideiweißmassen zu ihrer Auskrystallisation geführt. Die Lipoideiweißkrystalle befinden sich nach Untersuchungen an entfetteten Schnitten in einem die Glomeruli und Tubuli umgebenden Maschenwerk, das in der menschlichen Niere erstmalig als ein vorgebildetes, endothelausgekleidetes, sehr fein strukturiertes, nicht blutführendes Capillarsystem beobachtet werden konnte, und als Lymphgefäßsystem angesehen wird. Auf Grund der topographischen Beziehungen zwischen den den Tubuli unmittelbar anliegenden Lymphcapillaren und den Harnkanälchenepithelien wird die Frage erörtert, ob nicht in Analogie zu ähnlichen physio- und pathologischen Vorgängen durch die tubuläre Rückresorption dem Körper wichtige durch pathologisch gesteigerte Permeabilitätsstörung der Glomeruluscapillaren mehr passiv zur Ausscheidung gekommene Stoffe, hier besonders die Lipoide, auf dem Lymphwege dem intermediären Stoffwechsel wieder zugeführt werden können.
Zur Kenntnis der OnkocytenZippel, Juise
doi: 10.1007/BF02593372pmid: N/A
Nach kriticher Sichtung der Onkocytenbefunde, die seit den ersten ArbeitenHamperls im Schriftum mitgeteilt sind, wird genauer auf die Onkocyten der Schilddrüse eingegangen. Diese lassen sich sowohl von denHürthle-Zellen (Kolloidzellen,Langendorff-Zellen) als auch von den parafollikulären Zellen abgrenzen. Es ist also nicht berechtigt, die hauptsächlich aus Onkocyten aufgebauten großzelligen Adenome der Schilddrüse alsHürthle-Zell-Tumoren zu bezeichnen, wie das im amerikanischen Schrifttum üblich geworden ist. Die Großzelligkeit bzw. der Aufbau aus Onkocyten ist zwar hauptsächlich in kleinfollikulären Adenomen zu beobachten, kommt aber, wie ein Fall beweist, gelegentlich auch in großfollikulären kolloidreichen Adenomen vor.
Primär multiples polymorphzelliges Reticulosarkom des KnochensKöhlmeier, W.
doi: 10.1007/BF02593373pmid: N/A
1.
Es wird über ein primär multiples, polymorphzelliges Reticulosarkom des Knochens berichtet. Dieses führte mehrfach zu einer weitgehenden Zerstörung des Knochens und wuchs an mehreren Stellen, besonders an der Wirbelsäule, vom Knochen aus destruierend in die umgebenden Weichteile ein. Metastasen fanden sich in den Lymphknoten des Retroperitoneums und des hinteren Mediastinums, in den Lungen, sowie im Herzmuskel und in der Bauchspeicheldrüse. Leber und Milz zeigten keinerlei Wucherung ihres reticuloendothelialen Apparates.
2.
In dem Umstand, daß sich das von den Reticulumzellen des Knochenmarks ausgehende Tumorgewebe zu einem polymorphzelligen Reticulosarkom differenzierte (in Analogie zum polymorphzelligen Retothelsarkom der Lymphknoten), wird ein weiterer Beweis für die enge Verwandtschaft zwischen den von den Reticulumzellen der Lymphknoten, bzw. des Knochenmarks ausgehenden Geschwülsten erblickt.
3.
Es wird darauf hingewiesen, daß auch bei generalisierten Systemerkrankungen des reticuloendothelialen Apparates Veränderungen des Knochenmarks mit anschließender Knochenzerstörung auftreten können, die weitgehend an einEwing-Sarkom erinnern.
Ein Fall von OmphaloenteropagusOdstrêil, B.
doi: 10.1007/BF02593375pmid: N/A
Beschreibung einer kurz nach der Geburt verstorbenen Doppelmißbildung, deren sonst völlig gesonderte symmetrische Individualteile durch einen gemeinsamen Abschnitt der eventrierten Därme verbunden sind; außerdem besteht zwischen den offenen Nabelringen eine mit Amnion bedeckte. Der Darm beider Individualteile ist zum größten Teil eventriert. Der gemeinsame Darmabschnitt entspricht dem terminalen Ileum und dem oralen Dickdarm; die weiteren Partien des gesonderten Dickdarmes sind nur bei einem Individualteil ziemlich vollständig entwickelt, bei dem anderen finden sich nur zwei blind endigende Rudimente. Bei beiden Individualteilen besteht Atresia recti et ani. Das Vorhandensein einesMeckelschen Divertikels bei einem der Individualteile beweist, daß es zur Vereinigung der Därme nicht im Bereich des Dotterganges kam, sondern aboral davon.