Falten und leisten in der Aortenwand infolge abnormer Krümmung des Gefäßrohres oder durch NarbenzugHolle, G.
doi: 10.1007/BF02437782pmid: N/A
Bei abnormen Krümmungen des Aortenrohres infolge Kyphoskoliose, Verkürzung der Wirbelsäule oder Überdehnung und Erschlaffung der Gefäßwand kann es im Bereich der Innenkurve zur Ein-oder Ausfaltung der Gefäßwand kommen, wobei nach Verwachsung der Faltenschenkel Leisten entstehen. Diese können an der isolierten Aorta einen wichtigen diagnostischen Hinweis auf derartige pathologische Krümmungsverhältnisse darstellen. Auch durch Narben-schrumpfung in der Umgebung des Gefäßrohres bilden sich gelegentlich Gefäßwandfalten, die in seltenen Fällen zu einer tiefgreifenden Umgestaltung des gesamten Gefäßinnenreliefs führen können. Derartige Falten und Leisten können für die Diagnostik und für plastische chirurgische Eingriffe an den großen Gefäßen Bedeutung erlangen.
Die Bedeutung einiger Knochenkerne für die Reifebestimmung von KindernZschoch, Hansjürgen; Birringer, Gisela
doi: 10.1007/BF02437783pmid: N/A
Bei 300 fortlaufenden unausgewählten Sektionen von Kindern aller Reifestufen wurden die Knochenkerne in der distalen Femurepiphyse und in der proximalen Tibiaepiphyse untersucht, in 150 dieser Fälle außerdem der Knochenkern im Calcaneus. Der Tibiaknochenkern fehlt immer bei unreifen Kindern unter 48 cm Körperlänge. Beim Fehlen der Kerne in Tibia und Femur ist das Kind mit größter Wahrscheinlichkeit unreif, sind beide Knochenkerne vorhanden, ist das Kind mit größter Wahrscheinlichkeit reif. Ist der Knochenkern im Femur vorhanden und fehlt der Tibiaknochenkern, so kann das Kind sowohl unreif als auch reif sein. Zwischen der absoluten Größe der Knochenkerne und dem Reifegrad besteht keine für den Einzelfall praktisch verwertbare Beziehung. Der Knochenkern im Calcaneus hat für die Reifebestimmung keine Bedeutung.
Zur Morphologie der epithelialen ThymusgeschwülsteBöhm, Wolfgang; Strauch, Günter
doi: 10.1007/BF02437784pmid: N/A
An Hand von fünf eigenen Beobachtungen und des Schrifttums werden Thymustumoren nach histogenetischen Prinzipien in mesenchymale und epitheliale unterteilt. Letztere nennen wir Thymusepitheliome und unterteilen sie nach dem vorherrschenden Gewebsbild in spindelzellige, reticuläre, solide bis adenoide und gemischte Epitheliome, welche wiederum von Thymuscarcinomen unterschieden werden.
Cerebrale Komplikationen bei KeuchhustenArendt, Alexander
doi: 10.1007/BF02437785pmid: N/A
Es wird über 7 Fälle berichtet, die an den Komplikationen des Keuchhustens verstarben. Fünf boten das klinische Bild einer Encephalopathie, das in 4 Fällen die charakteristischen Hirnschäden mit elektiven Parenchymnekrosen, in einem Fall ausgedehnte Ödemnekrosen aufwies. In allen Fällen standen die Hyperämie, das Ödem und die Kugelblutungen im Gehirn im Vordergrund. Es ist anzunehmen, daß zunächst eine Störung der Bluthirnschranke zu Ödem und Erythrodiapedese führt, diese Krämpfe auslösen kann, in deren Gefolge dann Sauerstoffmangelschäden im Gehirn auftreten.
Generalisierte Pigmentose durch Prontosil rubrumSchill, Hartmut; Bostelmann, Willy
doi: 10.1007/BF02437789pmid: N/A
Bei einem Gonorrhoiker, der sich nahezu 20 Jahre lang mit Prontosil rubrum behandelte, konnte autoptisch eine schwarz-braune, generalisierte, granuläre Pigmentose, besonders der Skeletmuskulatur und des Gehirns, beobachtet werden.Tierexperimentell ließ sich eine dem Sektionsfall analoge Pigmentose durch hochdosierte und langfristige Prontosilverfütterung an Ratten reproduzieren.Mikrospektrophotometrische Messungen bewiesen die Identität des Pigmentes von Mensch und Ratte und ergaben zudem im UV-Bereich eine Kongruenz der Extinktionsmaxima von Prontosil rubrum und Pigment. Ausgeprägteprogressive Dystrophien der Skeletmuskulatur sowohl des Patienten als auch der Ratten und degenerative Veränderungen der cerebralen Ganglienzellen, sowie die Sulfonamidnephrose der Versuchstiere werden als Ausdruck einer primären toxischen Schädigung gewertet.