Reflektorische Beeinflussungen des Hörens, des Schluckens und des SchluckschmerzesHackenthal, H.
doi: 10.1007/BF01887996pmid: N/A
Übt man auf ein Gefäßnervengeflecht einen kräftigen Druck aus, praktisch am einfachsten auf die medialen Bicepsfurchen der Arme, so kann man damit die Hörleistungen bei Tubenkatarrhen beeinflussen. Bei akuten entzündlichen Prozessen im Rachen wird der Schmerz gelindert und die Schluckenge günstig beeinflußt. Ist die Schluckstörung durch einen pathologischen Prozeß bedingt, der seinen Sitz in den inneren Organen unterhalb des Zwerchfells hat, so wird der Halsschmerz vermehrt und die Schluckenge bis zur Schluckunmöglichkeit gesteigert.
Über die Entstehung der angeborenen ZwerchfellmißbildungenWerthschützky, Heinz
doi: 10.1007/BF01887997pmid: N/A
Zwerchfellücken und- hernien entstehen bei mangelhaft geschlossenem oder fehlerhaft angelegtem Diaphragma bzw. bei “primärer Gewebsschwäche” des Zwerchfells durch den im 3. Embryonalmonat infolge des Thoraxwachstums entstehenden Unterdruck im Brustraum. Die Bauchorgane werden durch den Saugreiz in die Brusthöhle verlagert: “Dislocatio ex vacuo”; an der Leber kommt es zur Ausbildung atypischer Lappen nach dem Brustraum, wenn der Reiz auf die Leberoberfläche trifft: “lokale Hyperplasie ex vacuo”.
Kalksteine in MilzenMöschl, Hermann
doi: 10.1007/BF01887999pmid: N/A
Bei der Untersuchung von drei Milzen mit multiplen Kalkablagerungen muß deren Entstehungsort in die Trabekel verlegt werden. Ein Zusammenhang mit dem Gefäßsystem ist nach Serienuntersuchungen auszuschließen. Es handelt sich also um einen ausschließlich auf die Trabekel beschränkten, zu Nekrosen und späteren Kalkablagerungen führenden Vorgang, der vermutungsweise auf infektiöse Genese zurückzuführen ist.
Zur Patholgenese der CholangitidenManna, La
doi: 10.1007/BF01888000pmid: N/A
Die vorliegenden histologischen Untersuchungen und die daraus abgeleiteten Schätzungen der Häufigkeit der Entzündungen in den verschiedenen Abschnitten des Gallengangssystems sprechen für das starke Überwiegen der aufsteigenden Infektionen und gegen das Vorkommen primärer hämatogener Cholangitis und Cholangiolitis. Dabei wird auf die ätiologische Bedeutung des Zusammenwirkens verschiedener Ursachen und verschiedener Infektionsquellen hingewiesen.
Die Wirkung der Ascorbinsäure auf die Faserbildung in FibroblastkulturenJeney, A.; Törő, E.
doi: 10.1007/BF01888002pmid: N/A
1.
Aus dem Herzen von 7tägigen Hühnerembryonen gezüchtete und anderthalb Monate durch Anpflanzung am Leben erhaltene Fibroblastenkulturen wurden in 2 Hälften geteilt. Die eine Hälfte der Kulturen wurde in eine Mischung (a) von homologem Plasma und Embryoauszug überpflanzt. Die andere Hälfte kam in Plasma (b), welchem neben dem Embryoauszug Ascorbinsäure zugegeben wurde.
2.
Die zugefügte Menge der Ascorbinsäure entsprach einer Verdünnung von 0,000625–0,18%. Falls in den den Embryoauszug enthaltenden Röhrchen (nämlich in denen, wo der Ascorbinsäuregehalt nahe an 0,1% war) auf Wirkung der Ascorbinsäure sich die geringste Ausfällung zeigte, wurde das reine Plasma mittels Zentrifugieren getrennt.
3.
Die Züchtung geschah durch 48 Stunden bei 37°C, dann Fixation in Formalin. Silberimprägnation teils nachHortega, teils nachPap.
4.
Die bestgelungenen Imprägnationen und die stärkste Faserbildung wurden in solchen Fällen beobachtet, wo ohne Anwendung von Embryoauszug das Hühnerplasma mit 0,168% Ascorbinsäure versetzt worden war.
5.
Man kann annehmen, daß die Ascorbinsäure-der Stoff ist, ohne welchen die Stützgewebe keinen zwischenzelligen Klebestoff, also keine zusammenhaltenden Fasern bilden können.
Morphologische Anzeichen klinisch unerkannter MitralinsuffizienzBöhmig, R.
doi: 10.1007/BF01888004pmid: N/A
Unter 200 laufenden Sektionsfällen fand sich in 129 Fällen eine Riffelung des Endokards im linken Vorhof, deren makroskopisches und mikroskopisches Verhalten beschrieben wird. Diese “Endokardriffelung” ist stets vergemeinschaftet mit einer “Endokardreaktion” an der Mitralis, mit Vergrößerung des Mitralostiums und Verkleinerung der Segelhöhe. Auf Grund des morphologischen Verhaltens und der vorgenommenen Messungen muß die Riffelung des Vorhofendokards als Zeichen einer bestehenden Mitralinsuffizienz angesehen werden. Anhaltspunkte für eine entzündliche Genese der Riffelung, für ihre Entstehung bei umschriebener Klappenendokarditis oder als Wandendokarditis bei allgemeinen Infektionen fanden sich nicht.