journal article
LitStream Collection
doi: 10.1007/BF01947371pmid: N/A
In 1 Falle von vergrößerter Milz mit stark fibrösen Vorgängen und ausgedehnten Eisen- und Kalkinkrustationen, wurden Gebilde beobachtet, die an Pilze erinnern und mit Eisen und Kalk inkrustiert waren. Aus der Beobachtung verschiedener Entwicklungsstadien läßt sich aber hier mit Sicherheit schließen, daß es sich um Gefäßsprossen handelt. Der ganze Prozeß stellt sich als ein regenerative dar und zwar nach einem erheblichen Untergang von Milzgewebe, der Anlaß zur ausgedehnten, in Knotenform auftretenden Capillarneubildung gegeben hat. Die neugebildeten Capillaren sind als eine Ersatzwucherung für die untergegangene Pulpa aufzufassen.
doi: 10.1007/BF01947375pmid: N/A
1. Die Lehre von den Zelldegenerationen hat sich stark gewandelt, so daß heute der Nachweis der Unausgleichbarkeit der Veränderungen, vor allem aber die genaue Angabe der veränderten Zellbestandteile und Zelleistungen gefordert wird. 2. Es wird versucht, diese Forderung an Beispielen durchzuführen, in denen Mitosen und nachweisbare Zellschädigungen in derselben Zelle oder in derselben Zellgruppe zu finden sind. 3. Durch die Wahl dieser Beispiele und Beschränkung auf Gewebszellen im Verbande wird eine Einengung der Fragestellung erzielt. 4. Diese Art der Analyse läßt sich an Gewebekulturen sicherer durchführen als sonst in der Histologie. 5. Die Verknüpfung „Zellschädigung und Mitose” in ihrer Bedeutung für andere und allgemeinere Fragen wird dargelegt. 6. Sodann wird untersucht, weshalb der allseitig als teleologisch und unscharf erkannte—wenn auch bei genau umschriebener Anwendung unschädlichere—Degenerationsbegriff nicht völlig aufgegeben wird. 7. Es erweist sich, daß die Vorstellungen der praktischen Medizin noch immer weit in die reine Forschung hineinreichen, und daß allen Krankheitsbegriffen, also auch jeder Pathologie, ein Gemisch aus der statistischen und der teleologischen (idealistischen) Norm zugrunde liegt. 8. Ein weiteres Aufgehen der bisherigen Pathologie in der reinen Biologie wird einmal durch den Verzicht auf unmittelbaren Nutzen, dann aber von der steigenden Geltung des zahlenmäßig Darstellbaren und jederzeit Wiederholbaren erwartet.
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