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Der physikalische Zusammenhang zwischen der statischen Abplattung und dem inneren Aufbau der Erde auf der hypothetischen Grundlage einer sechsparametrigen Gleichgewichtsfigur
doi: 10.1007/BF01992646pmid: N/A
Es wird eine allgemeine Theorie der mehrparametrigen Gleichgewichtsfiguren entwickelt. Die Gleichgewichtsbedingung wird folgendermaßen formuliert: 1. Das Dichtegesetz ist streng individuell. 2. Jede Gleichgewichtsfigur besteht aus mehreren, durch Diskontinuitätsflächen getrennten Teilen, deren jeder das Dichtegesetz der einparametrigen Gleichgewichtsfiguren aufweist oder homogen ist. 3. Bei Entblätterung der Figur bis zur innersten Diskontinuitätsfläche resultiert ein null oder einparametriger Kern. Für das Normalsphäroid der Erde wird ein dreiteiliges Modell zugrundegelegt, bestehend aus einer homogenen Wasserhülle, einem heterogenen Mantel und einem ebensolchen Kern. Nach Abhebung des Ozeans verbleibt eine vierparametrige Festerde, wobei die Kernoberfläche in 2900 km Tiefe angenommen wird. Da zur eindeutigen Lösung zwei Bestimmungsstücke fehlen, erhält man ∞2 Lösungen, deren Gültigkeitsbereich durch drei lineare Reihen von Grenzfiguren abgeschlossen ist: eine Figurenreihe mit homogenem Kern und heterogenem Mantel, eine Reihe mit homogenem Mantel und heterogenem Kern und eine Reihe mit verschwindendem Dichtesprung an der Kernoberfläche. Die drei Ecken des Feldes sind durch folgende Figuren gegeben:a) einWiechert'sches Modell, bestehend aus einem homogenen Mantel und einem homogen Kern; diese Figur weist das maximale HauptträgheitsmomentC auf.b) die GrenzfigurB mit homogenem Kern und verschwindendem Dichtesprung, welche das minimale Trägheitsmoment hat.c) die GrenzfigurC mit homogenem Mantel und dem Dichtesprung Null. Innerhalb der empirischen Unsicherheit fällt das aus der dynamischen und statischen Abplattung der wirklichen Erde für die Festerde berechnete Hauptträgheitsmoment mit dem Minimalwert der FigurB zusammen. Es scheint demnach, daß die wirkliche Erde durch einen minimalen Drehimpuls ausgezeichnet ist, womit aber gleichzeitig der Kern homogen sein muß und an der Kernoberfläche kein Dichtesprung auftreten dürfte.