Auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen: Handlungsempfehlungen für ein effektives Datenmanagement in Enterprise Systems auf Basis von Data3MLöwe, Seline; Freese, Isabella; Kunath, Caroline; Schäffer, Thomas; Beckmann, Helmut
doi: 10.1365/s40702-024-01138-4pmid: N/A
ZusammenfassungEin effektives Datenmanagement ist entscheidend für den Erfolg von Unternehmen in der digitalen Transformation. Diese stehen vor der Herausforderung, ihre Datenmanagement-Initiativen systematisch zu bewerten und zu optimieren. Dieser Beitrag liefert Handlungsempfehlungen für das Datenmanagement in Enterprise Systems, basierend auf einem eigens entwickelten Reifegradmodell für datengetriebene Unternehmen, dem Data3M. Das Modell integriert Erkenntnisse aus bestehenden Modellen, Anforderungen aus der Literatur sowie Expertenmeinungen, um eine fundierte Grundlage für die Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen zu schaffen. Das Data3M ermöglicht eine umfassende Bewertung des Datenmanagements auf fünf Reifegradstufen und adressiert dabei die Schlüsselaspekte in den Dimensionen Strategie, Organisation, Daten und Systeme. Es hilft Unternehmen, die notwendigen Voraussetzungen für IT-Systeme zur Unterstützung datengetriebener Entscheidungsfindung zu ermitteln und zu implementieren.
Ethische Dimensionen der Einführung und Nutzung von Enterprise SystemsKern, Christopher Julian; Stelzer, Dirk
doi: 10.1365/s40702-024-01136-6pmid: N/A
ZusammenfassungIm Zuge der zunehmenden Digitalisierung von Unternehmen stellt sich die Frage, wie Informationssysteme nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ethisch verantwortungsvoll gestaltet werden können. Enterprise Systems (ES) spielen für die Digitalisierung eine wichtige Rolle, doch bisher fehlt es an einer fundierten Wissensbasis darüber, welche Rolle ethische Werte für Einführung und Nutzung von ES spielen. Dieser Artikel basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, bei der 66 Publikationen aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Konferenzen analysiert werden. Es werden 18 ethische Werte identifiziert, die für Einführung und Nutzung von ES relevant sind, wie bspw. Autonomie, Transparenz, Fairness und Verantwortung. Diese Werte bieten sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis eine Grundlage, um ES nicht nur wirtschaftlich und funktional, sondern auch ethisch und zukunftsweisend zu gestalten. Die hier vorliegende Analyse liefert sowohl theoretische Implikationen für die Weiterentwicklung von ES als auch praktische Konsequenzen für Unternehmen und Anwender, indem Auswirkungen der Werte für Einführung und Nutzung von ES abgeleitet werden.
Die Auswirkung von Managemententscheidungen: Wie Fachbereichs- und IT-Verantwortliche ihre IT-Kosten effektiv steuern könnenRiedinger, Constanze; Huber, Melanie; Prinz, Niculin
doi: 10.1365/s40702-024-01054-7pmid: N/A
ZusammenfassungIT-Kosten machen heute einen immer größeren Anteil an den Gesamtkosten von Unternehmen aus. Die Verantwortlichen sind aufgefordert die IT-Kosten zu senken oder zumindest ein effizientes Management sicherzustellen. Oftmals fehlt es dafür an Transparenz und Verständnis für diese Ausgaben. Die Analyse der IT-Kostentreiber ermöglicht ein tieferes Verständnis der Ursachen und Auswirkungen strategischer Entscheidungen. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die strategischen IT-Kostentreiber bezüglich des Wirkungshorizonts und des Entscheidungsortes zu analysieren. Die durchgeführte Delphi-Studie zeigt, dass Entscheidungen über diese Kostentreiber größtenteils mittel- bis langfristige Auswirkungen haben. Zudem wird deutlich, dass die IT-Abteilung zwar in den Entscheidungsprozess eingebunden ist, während die finalen Entscheidungen häufig stärker im Fachbereich liegen. Zusammenarbeit und effektive Kommunikation sind deshalb entscheidend und die Verantwortung für IT-Kosten sollte von allen EntscheidungsträgerInnen getragen werden. Dieser Beitrag erweitert die Forschung im IT-Kostenmanagement und sensibilisiert PraktikerInnen für Kostenbeeinflussungshebel und die strategische Diskussion über IT-Kosten und das Wertversprechen der IT.
Zeitenwende und mehrfache Transformation in der Verteidigungsindustrie am Beispiel der Rheinmetall Air Defense AGUhl, Axel; Oberholzer, Markus; Honikel, Marc
doi: 10.1365/s40702-024-01104-0pmid: N/A
ZusammenfassungDie Rheinmetall Air Defence AG ist ein mittelständisches Unternehmen in der Schweiz und eine 100 % Tochter des internationalen Technologiekonzerns Rheinmetall AG.Durch den Ukraine Krieg ist die Nachfrage für Verteidigungsgüter massiv angestiegen. Zusammen mit den Megatrends Digitalisierung und demographischer Wandel, sowie regulatorischen Vorschriften, wie z. B. Exportgesetzen von militärischen Gütern, ist ein hoher Veränderungsdruck entstanden.Mittels dieser Fallstudie sollen exemplarisch die aktuellen Ziele, Herausforderungen, Lösungen und Risiken vieler, meist mittelständisch geprägter, Verteidigungsunternehmen aufgezeigt werden. Dabei wird dargestellt, wie das Unternehmen agiler, innovativer und digitaler werden soll und wie es den dafür erforderlichen Wandel zusammen mit den Führungskräften und Mitarbeitenden gestalten will.Die Fallstudie erläutert u. a., wie mit den Effizienzsteigerungsprogrammen „12 Monats Challenge“ und „P A C E“ schon nach 1,5 Jahren erste Erfolge verbucht werden konnten. Darüber hinaus werden die noch anstehenden grossen Veränderungen in Forschung und Entwicklung, Produktdesign, Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Service beschrieben. Hier kommen digitalen Lösungen wie IT-Kernsystemen, Künstlicher Intelligenz, Digital Twins, Gamification und Cyber Security grosse Bedeutung zu.Auch organisatorische Veränderungen wie Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit verschiedenen Marktteilnehmern werden angesprochen. Abschliessend werden die mit der Transformation verbundenen Risiken aufgezeigt.