Abstract A 68-year-old Japanese woman was diagnosed with palmoplantar pustulosis. She presented with anterior chest pain and swelling, as well as pain in the right first finger. Initially, antibiotics was ineffective, the patient was diagnosed with non-bacterial osteomyelitis. Computed tomography of the chest revealed a sternal bone thickening pattern, and technetium-99m bone scintigraphy showed accumulations in the left sternoclavicular joint and sternal angle. Additionally, contrast-enhanced magnetic resonance imaging revealed osteitis in the sternal scapes and body. Based on these findings, the patient was diagnosed with pustulotic arthro-osteitis. The swelling of the right first finger repeatedly worsened and resolved spontaneously, the first right distal phalanx was amputated to rule out infection and malignancy. Histopathological evaluation revealed evidence of chronic non-bacterial osteitis, and associated with pustulotic arthro-osteitis. We report this case as histopathological examination is rarely performed to confirm the diagnosis of finger osteitis associated with pustulotic arthro-osteitis.
Grundsätzlich ist das Therapiekonzept bei akuten und chronischen Osteitiden mittlerweile allgemein anerkannt und verbreitet. Die Behandlung durch multiresistente Erreger verursachter Osteitiden (MRE-Osteitiden) verlangt allerdings eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen, um den Therapieerfolg dauerhaft zu sichern. Je nach Übertragungsweg und Resistenzentwicklungsmechanismen sollten Patienten mit bestimmten multiresistenten Erregern [z. B. MRSA (methicillinresistente Staphylokokken), VRE (vancomycinresistente Enterokokken)] isoliert behandelt werden. Die Isolierung wiederum macht zusätzliche Maßnahmen, wie Schleusen, Eradikation/Dekontamination, psychologische Betreuung usw. notwendig. Insgesamt handelt es sich bei der MRE-Osteitis zwar noch um eine relativ seltene Erkrankung, deren Komplexizität und Dauer jedoch eine intensive, spezielle und interdisziplinäre Therapie erfordern, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Dies wird durch die eigenen statistischen Zahlen eindeutig belegt. So konnten in unserer Klinik z. B. die MRSA-Übertragungen auf Normalstationen von 2000–2007 von 50 auf 4 pro Jahr verringert werden, bei gleichzeitiger Zunahme der aufgenommenen MRSA-Patienten von 16 auf 92.
Infektionen des Bewegungsapparates kommen in vielen Erscheinungsformen vor. Sie reichen von akuten Infekten an Gelenken und knöchernen Strukturen der Extremitäten nach Frakturen oder chirurgischen Maßnahmen bis hin zu chronischen Verläufen. Neben dem radikalen Debridement des nekrotischen Gewebes ist ein genauer Behandlungsplan zur Defektrekonstruktion und Wiedererlangung der Funktion erforderlich. Eine Sonderstellung nehmen Infektion nach alloplastischem Gelenkersatz oder der Wirbelsäule ein. Ein abgestuftes, oft mehrzeitiges operatives Vorgehen vermag dem Patienten Infektrezidivfreiheit, Funktion sowie eine angemessene Lebensqualität wiedergeben.