Zwei Fälle von Paratonsillärer Mischgeschwulst
Abstract
(MITTEILUNG AUS D E R OTOLOGISCHEN ABTEILUNG D E S REICHSHOSPITALS, K O P E S H A G E S , CHEF: PROF. DR. MED. A. THORNVAL.) Zwei Falle von Paratonsillarer Mischgeschwulst. Von PAUL MORCH. Der I. Fall betrifft eine 32-jahrige Fischersfrau, die vom 5/10--4/11-1932 in der otologischen Abteilung des Reichshospitals aufgenommen war (Krkg. 8286/32). Sie entstammte einer gesunden Familie und war abgesehen von der gegenwartigen Erkrankung stets gesund gewesen. Die letzten 1 Jahre hatte Pt. a b und zu rKervenschmerzen* im Nacken und die letzten 3 Monate vor der Aufnahme bisweilen stechende Schmerzen, die vom Rachen zum linken Ohr ausstrahlten; Schluckbeschwerden hatte sie nicht. Schon vor einem Jahre entdeckte sie zufalligerweise, dass die Gegend der linken Gaumenmandel etwas geschwollen war, aber erst die letzten 3 Monate bemerkte Pt. ein leichtes Anwachsen der Geschwulst. Sonst keinerlei Beschwerden. In der linken Tonsillenregion findet man einen pflaumengrossen Tumor, der den vorderen Gaumenbogen ungefahr wie ein paratonsillarer Abszess stark hervorwolbt und gleichsam eine Verschiebung der normal aussehenden Gaumenmandel nach der Mittellinie hervorgerufen hat. Die Schleimhaut iiber der Geschwulst ist spiegelnd und sieht ganz normal aus; bei der Palpation fuhlt man ihre Oberflache gleichmassig glatt, fest und elastisch. Der Tumor ist