Die arabischen Urkunden des Staatsarchivs von Dubrovnik (Ragusa)l) Von Fehim Bajraktarevic, Belgrad Von allen jugoslavischen Archiven ist dasjenige in Dubrovnik am reichsten und am besten geordnet; für die Geschichte der ganzen Balkanhalbinsel, besonders für die Geschichte der jugoslavischen Staaten enthält dieses Archiv erstklassiges und wertvolles Material. Seine ältesten Urkunden datieren schon aus dem 11. Jhdt. und seine Notariatsbücher aus dem Jahre 1278; besonders reichhaltig und wichtig ist sein Quellenmaterial für die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Begreiflicherweise ist der weitaus größte Teil dieses Materials in lateinischer und italienischer Sprache. Trotzdem bietet das Archiv von Dubrovnik auch den Orientalisten, speziell den Turkologen (richtiger den Osmanisten), Wichtiges und Interessantes: es bewahrt nahezu an 10000 verschiedenste Türcica! Friedrich Giese, der im Jahre 1930 drei Wochen im Dubrovniker Archiv verbrachte, einen Teil der türkisch geschriebenen Akten gezählt und den Rest schätzungsweise festgestellt hat, kommt lediglich bis zu einer abgerundeten Zahl von 5000 Dokumenten, freilich ohne jenes Tausend Turcica zu rechnen, das sich damals in der Akademie der Wissenschaften in Belgrad befand2). Kurz gesagt, nach Giese belief sich die Zahl der dortigen Turcica auf etwa 6000, während die jugoslavischen Fachleute, besonders Fehim Efendic, mein ehemaliger Schüler, der von 1933 bis 1941 als Beamter in diesem
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